Krankengymnastik am Gerät (KGG, auch KG am Gerät) rechnest du über die gesetzlichen Krankenkassen ab, sobald deine Praxis die KGG-Zulassung hat: definierte Geräte-Mindestausstattung, mindestens 30 m² Therapiefläche und ein Meter Sicherheitsabstand zwischen den Geräten. Behandelt wird auf ärztliche Verordnung, mit bis zu drei Patienten parallel je Therapeut.
Der Weg zum abgerechneten KGG-Rezept hat drei Schritte: Zulassung, Verordnung, Vergütung. Wir gehen alle drei durch. Und wir zeigen dir, wie du die Flächenanforderung erfüllst, ohne deine Praxis vollzustellen. Denn genau an der Fläche scheitern die meisten KGG-Pläne, nicht am Papierkram.
Schritt 1: Die KGG-Zulassung. Diese Anforderungen gelten
Die Zulassung zur Abrechnung von KGG beantragst du bei den Krankenkassen, sobald deine Praxis die Anforderungen der Rahmenempfehlungen nach § 125 SGB V erfüllt. Konkret gefordert sind:
- Zwei Seilzüge nebeneinander mit Trainingsbank
- Ein Vertikalseilzug
- Zubehör je Zugapparat (Fußmanschette oder Fußgurt, Handmanschette oder Handgurt)
- Eine Rückentrainingsmöglichkeit (z. B. Winkeltisch oder Lateral-/Lumbaltrainer)
- Eine Funktionsstemme
- Ein Behandlungsbereich von mindestens 30 m²
- Ein Meter Sicherheitsabstand zwischen den Geräten
Dazu kommt die persönliche Qualifikation: KGG führen Physiotherapeuten mit anerkannter KGG-Zertifikatsweiterbildung durch. Welche Geräte sich wofür eignen und wie du die Ausstattung planst, liest du ausführlich in unserem KGG-Ratgeber zu Geräten, Zulassung und Wirtschaftlichkeit.
Schritt 2: Die Verordnung. So kommt KGG aufs Rezept
KGG ist ein Heilmittel und wird ärztlich verordnet, typischerweise bei Erkrankungen des Bewegungsapparats, Muskelinsuffizienzen und Muskeldysbalancen oder in der Nachbehandlung nach Operationen. Auf der Heilmittelverordnung steht dann „KG-Gerät" beziehungsweise „KGG".
Der entscheidende Unterschied zur klassischen Krankengymnastik: Du darfst bis zu drei Patienten parallel behandeln. Jede Verordnung wird dabei einzeln vergütet. Ein Therapeut, drei Rezepte, eine Stunde. Genau daraus entsteht der wirtschaftliche Hebel der KGG.
Schritt 3: Die Vergütung. Das zahlt die Kasse
Die Vergütung je KGG-Einheit und Patient legt die bundesweite GKV-Vergütungsliste für physiotherapeutische Leistungen fest. Da du bis zu drei Patienten parallel behandelst und jede Verordnung einzeln vergütet wird, erwirtschaftet dieselbe Therapeutenstunde ein Mehrfaches einer Einzelbehandlung, ohne dass dein Team schneller arbeiten muss.
Wie sich das aufs Jahr rechnet und was ein freier Quadratmeter deiner Praxis wert ist, rechnen wir im großen KGG-Ratgeber mit Beispielzahlen durch.
Die Flächenanforderung clever lösen: KGG an der Wand statt am Boden
Bleibt die Hürde, an der es in der Praxis wirklich hakt: 30 m² Trainingsfläche plus Sicherheitsabstände, und das bei Mieten, die niemand geschenkt bekommt. Die gute Nachricht: Ein Großteil der Mindestausstattung muss nicht auf dem Boden stehen.
Mit der Multifunktionswand von Cube Sports lassen sich die geforderten Seilzüge und der Vertikalzug platzsparend in die Wandfläche einbinden. Auch Rückentrainer, Trainingsbank und das notwendige Zubehör wandern an die Wand. Die Funktionsstemme ergänzt das Setup als separates Gerät. Eine Wand ersetzt so mehrere klassische Einzelgeräte und reduziert den Platzbedarf deutlich.
Dieses Setup überzeugt im Alltag sofort
Der Großteil deiner KGG-Ausstattung hängt an der Wand statt im Raum zu stehen. Deine Fläche bleibt offen, aufgeräumt und vielseitig nutzbar, auch für Präventionskurse und Kleingruppentraining. Die Praxis bleibt maximal flexibel, und du holst deutlich mehr aus deiner vorhandenen Fläche heraus. So wird aus der Zulassungsanforderung von 30 m² kein totes Kapital, sondern der Grundstein für zusätzliche Angebote.
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Guide kostenlos herunterladenFAQ: Die häufigsten Fragen zur KGG-Abrechnung
Wer darf KGG abrechnen?
Physiotherapeuten mit anerkannter KGG-Zertifikatsweiterbildung, deren Praxis die KGG-Zulassung hat. Die Praxis weist dafür die Geräte-Mindestausstattung und mindestens 30 m² Therapiefläche nach.
Was steht bei KGG auf der Verordnung?
Der Arzt verordnet das Heilmittel „KG-Gerät" (KGG) auf der Heilmittelverordnung, meist bei Erkrankungen des Bewegungsapparats oder in der Nachbehandlung nach Operationen.
Wie viel zahlt die Krankenkasse für eine KGG-Einheit?
Die Höhe legt die bundesweite GKV-Vergütungsliste für physiotherapeutische Leistungen fest. Da bis zu drei Patienten parallel behandelt werden und jede Verordnung einzeln vergütet wird, vervielfacht sich der Umsatz je Therapeutenstunde entsprechend.
Zählt die Multifunktionswand zur KGG-Mindestausstattung?
Die an der Wand montierten Seilzüge, der Vertikalzug, Rückentrainer, Trainingsbank und Zubehör erfüllen die entsprechenden Anforderungen der Mindestausstattung. Die Funktionsstemme bleibt als separates Gerät im Raum.
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